Dach Dreieck, Grundstück Dreieck. Haus Viereck, Grundstück Viereck.

25. September 2025.
Ein Foto des Grundstücks, aufgenommen vor etwa einem Jahr.
Der Bauherr ist der Chef einer der größten Immobilienfirmen unserer Stadt, und dies ist sein eigenes Zuhause. Als es ans Bauen ging, machte ich der Mannschaft von emoie einen Vorschlag:
Ihr habt bereits fünf Häuser stehen, die ich gezeichnet habe. Das hier ist das Haus eures eigenen Chefs, wenn es also schiefgeht, wird niemand verletzt. Warum entwerft ihr es nicht selbst?
Sie kamen mit mehreren Entwürfen zurück. Jeder einzelne bewegte sich auf dem Niveau eines gerade geschlüpften Kükens. Ich gab auf, und so lästig es auch war, es blieb nur eines übrig: das Haus selbst zu entwerfen.
Dieses Foto entstand, als ich bei strömendem Regen zum Grundstück hinausfuhr.
Die blaue Plane links deckt das Konstruktionsholz einer anderen unserer Baustellen ab. Jenes Haus steht inzwischen fertig da.

Das Grundstück lesen. Wer das nicht kann, kommt nirgendwohin.
Höhenunterschiede, wo die Nachbargebäude stehen und wohin ihre Fenster blicken, die Straßenverhältnisse. Man speist einige Dutzend Bedingungen in das Grundstück ein, und dann entscheidet man, im Wissen, dass nichts Perfektes möglich ist, was man aufgibt und was Vorrang bekommt.
Die Straße verläuft an der Ostseite.
Auf einem Grundstück von rund 990 Quadratmetern ist es das übliche Denken, das Haus so weit nach Norden (im Bild rechts) und so weit nach Westen (im Bild hinten) zu schieben, wie es nur geht.
Ein Gemüsegarten. Ein Platz, auf den der Schnee gekippt wird. Ein Platz zum Holzhacken und für den Pool der Kinder im Sommer. Ein Platz, der immer noch funktioniert, wenn dort eines Tages eine Saunahütte steht.
Indem man das Gebäude im Winkel zum Grundstück dreht, bekommen die dabei entstehenden dreieckigen Landstücke eine Aufgabe.
Man sagt, Grund und Boden sei zu kostbar, um ihn zu verschwenden, und dann drückt man das Haus an die Grenze des Nachbarn und schafft einen Streifen Raum, mit dem sich überhaupt nichts anfangen lässt. Das ist die wahre Verschwendung.
Grund und Boden muss man großzügig verbrauchen.

So, im Großen und Ganzen ist es fertig. Es soll wohl eine Besichtigung geben, aber mit mir hat das nicht das Geringste zu tun.
Ich habe die Planung, die Bauleitung und die technische Anleitung übernommen, und darüber hinaus bin ich als Subunternehmer eingestiegen und habe die Haustür, die Innentüren, die Küche und den Waschtisch gebaut. Aber diejenigen, die dieses Haus wirklich gebaut haben, sind die Leute von emoie und ihre Handwerker.
Deshalb sind sie es auch, die sich ordentlich um Sie kümmern werden.
Nun ja, verglichen mit dem Stand vor einem Jahr haben sie eine Menge dazugelernt, und so habe ich ihren eigenen Entwurf für das nächste Haus freigegeben, das wir zum Verkauf bauen.
Ein wirklich guter Grundriss!
Also.
Mein Blog hat hier in der Gegend offenbar ein gewisses Gewicht, denn es geht ein Gerücht um: Bei dieser Besichtigung, in diesem riesigen ebenerdigen Haus, würden 1.000 Yen Eintritt verlangt und an die Erdbebenopfer in Kumamoto im Süden Japans gespendet.
Wie ich vor einiger Zeit im Blog geschrieben habe, sind es die kostenpflichtigen Besichtigungen meiner eigenen Firma, nicht die von emoie.
Meine Vermutung ist, dass emoie 2.000 verlangt (lacht)









